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160
meter band,
also known as a Top Band, bordering on medium waves, is the most
difficult Ham band in HF spectrum. Plagued by atmospheric and man made
noise, unpredictable propagation, it is the most challenging band to
operate. Antennas and equipment require special considerations. Some (DXers)
specialize in chasing the countries and zones, some (contesters)
specialize in operating contests. While DXers are trying to work as many
countries as possible and have no time limit, contesters have to work as
many stations as possible in short time. Sometimes it takes few years
trying to catch good propagation conditions during sunspot minima in
order to beat that record (TNX K3BU).
Einfache Antennen für
das 160m Band
Ziel dieses Beitrags ist die Beschreibung einfacher und
wirkungsvoller 160m Antennen, mit denen es dem DX-interessierten
Funkamateur möglich ist, ohne großen technischen Aufwand auf diesem Band
qrv zu werden. Über die beschriebenen Antennenformen hinaus gibt
natürlich noch eine Vielzahl anderer interessanter Antennensysteme um
auf 160m qrv zu werden. Man denke nur an die Einspeisung eines eventuell
vorhandenen Antennenmasts mit einer Kurzwellenantenne als Dachlast oder
die Verwendung spezieller Empfangsantennen (z.B. Beverages oder
RX-Loops), die gerade auf diesem Band das Stör/Signalverhältnis
entscheidend verbessern können.
Das
160m Band stellt mit seinen physikalischen Besonderheiten und den
Anforderungen an die Betriebstechnik des Operators wohl die größte
Herausforderung unter den Kurzwellenbändern dar. Während Antennen für
das 10, 15 oder 20m Band noch ganz „handliche“ Ausmaße haben, kommen wir
beim 160m Band in Größenordnungen, die schon nicht mehr ganz so einfach
unterzubringen sind.
Da
nur die wenigsten unter uns in der glücklichen Lage sein dürften, einen
freistehenden 40m Gittermast oder gar eine ausgediente
Mittelwellenstation als Sendeantenne verwenden zu können, möchte ich an
dieser Stelle einige einfache aber sehr wirkungsvolle 160m Antennen
beschreiben. Mit etwas Phantasie und Einfallsreichtum sind diese Systeme
auch und unter ganz normalen Platzverhältnissen einzusetzen.
Es handelt sich um
Drahtantennen in voller Länge, die ohne Verlängerungsspulen oder Traps
über eine 50 Ohm Koaxialleitung gespeist werden können. Wenn diese
Antennen richtig installiert und auf Resonanz zugeschnitten sind, werden
Tuner oder Matchbox nicht erforderlich sein.
Die fast
unsichtbaren Drahtantennen von Peter, DJ8WL, haben uns schon vor Jahren
gezeigt, dass man damit Spitzenergebnisse erzielen kann und auf der
Liste der gearbeiteten Länder ganz, ganz oben stehen kann.
1.1
Höhe über Grund
Spannt man einen horizontalen 160m-Dipol in einer Höhe von 15m über
Grund, so befindet er sich in einer Höhe von weniger als 0,1
Lambda
verglichen zur Wellenlänge. Übertragen auf das 20m Band wäre das so, als
würde man einen Dipol in weniger als 2m Höhe parallel zum Erdboden
aufspannen. Ein solcher Vergleich ist möglich, da sich die beiden
Antennen nahezu identisch verhalten.
Beide
Antennen strahlen die Hochfrequenz steil nach oben und das Signal
benötigt schon sehr viele Sprünge (Skips) um an einem entfernten Punkt
auf der Erde gehört zu werden. Bereits
nach den ersten Reflexionen an der Ionosphäre wäre es stark gedämpft und
würde allmählich im Rauschen verschwinden.
Dass eine
derart niedrig aufgehängte Antenne nicht für DX geeignet ist, wird bei
diesem Vergleich deutlich. Ein niedrig aufgespannter Dipol ist für
Verbindungen innerhalb Europas zu gebrauchen, jedoch nicht für DX.
Um die gewünschte flache Abstrahlung zu erhalten, müsste er schon
beachtliche 40m (0,25 ) hoch hängen! Im Rahmen der Möglichkeiten eines
durchschnittlichen Funkamateurs werden die meisten Stationen jedoch eine
Bauhöhe von mehr als 0,15 auf diesem Band kaum überschreiten können.
1.2
Idealer Abstrahlwinkel
Während wir auf den höheren Bändern von einem optimalen Abstrahlwinkel
für DX-Verbindungen im Bereich von 5-10 Grad ausgehen, liegt der ideale
Erhebungswinkel auf 160m wesentlich höher, nämlich im Bereich von 30 bis
35 Grad (gemittelt).
Maßgebend für den optimalen Abstrahlwinkel für eine bestimmte
Funkstrecke ist die Ionosphäre. Sie gibt, abhängig von der Strecke, dem
Sonnenzyklus, der Jahreszeit und der jeweiligen Tageszeit, den jeweils
optimalen Einfallwinkel für ein Signal vor. Bedingt durch diese Faktoren
ist der Einfallswinkel für ein Signal ständigen Veränderungen
unterlegen.
Diese Tatsache erklärt z.B., warum es vorkommt, dass ein DX-Signal an
einem niedrig hängenden Dipol kurzzeitig lauter sein kann als an einer
flachstrahlenden DX-Antenne. Das wäre der Fall, wenn das Signal
kurzzeitig aus einem sehr steilen Winkel einfällt. Ein solches Phänomen
ist jedoch immer nur eine Momentaufnahme und sagt nichts über die
tatsächlichen Verhältnisse aus, nämlich dass eine flachstrahlende
Antenne einem niedrig hängenden Dipol, über einen längeren Zeitraum
betrachtet, im DX-Verkehr natürlich überlegen ist.
In einer
amerikanische Veröffentlichung fand ich eine sehr treffende Aussage:
„Der optimale Abstrahlwinkel eines Signals wird nicht von der
Sendeantenne bestimmt, sondern von der wesentlich höher gelegenen
Ionosphäre...!“
Antennenformen, die auch in extrem niedriger Bauhöhe oder sogar direkt
vom Erdboden aus derart flach abstrahlen, sind vertikal polarisierte
Strahler und Systeme mit stark vertikalen Strahlungsanteilen.
Die
Abstrahlung einer Antenne erfolgt dort, wo der Strom fließt! Das heißt,
je vertikaler und je höher sich der stromführende Teil einer Antenne
über Grund befindet, desto besser wird sie letztendlich auch
funktionieren!
Betrachtet
man die Abstrahlungscharakteristik eines horizontalen Dipols, so stellen
wir fest, dass die maximale Abstrahlung links und rechts des
Speisepunktes stattfindet. Die äußeren Teile des Dipols sind an der
Strahlung kaum noch beteiligt und bringen die Antenne, vereinfacht
gesagt, eigentlich nur noch auf Resonanz. Diese Tatsche können wir uns
beim Aufbau einer 160m Antenne zu Nutze machen, ohne dass eine Antenne
ihre positiven Strahlungseigenschaften merklich verliert.
Da ein
vertikaler /4 Strahler ist im Prinzip nichts anderes ist als ein halber
Dipol, treffen die voran genannten Eigenschaften im vollen Umfang auch
auf diese sehr beliebte Antennenform zu. Die Abstrahlung erfolgt auch
hier im Strombauch, in diesem Fall also im unteren Teil des Strahlers,
in unmittelbarer Bodennähe.

Bild 1: Stromverteilung Viertelwellenstrahler
Inverted
V Antenne
Die
Vorteile eines in sich resonanten Dipols und die einer flachen
Abstrahlung finden wir bei der Inverted-V.
Diese
Art der Aufhängung in Form eines kopfstehenden „V“ benötigt nur einen
einzigen exponierten Abspannpunkt. Die beiden Schenkel laufen von oben
schräg abfallend in Richtung Erdboden und sollten etwa 3m über Grund
enden, damit eine ungewollte Berührung weitgehend ausgeschlossen ist.
Die Schenkel sollten einen Winkel von 60° zueinander nicht
unterschreiten.
Während ein horizontaler Dipol in ausreichender Höhe eine Impedanz von
72 Ohm aufweist, reduziert sich diese um so mehr, je näher die Antenne
in Erdbodennähe betrieben wird. Die Impedanz einer Inverted V liegt
daher erfahrungsgemäß nur noch bei etwa 50 Ohm und kann über einen 1:1
Balun sauber, symmetrisch eingespeist werden.
In der
Literatur findet man viele Hinweise, dass man sich den Balun sparen und
die Antenne direkt mit dem 50 Ohm Kabel speisen kann. Das bedeutet
jedoch, dass die Speiseleitung unnötiger Weise Bestandteil des
Antennensystems werden kann.
Da es
sich bei der Inverted-V um ein absolut symmetrisches System handelt, ist
die Verwendung eines 1:1 Balun zu empfehlen.

Bild 2: Inverted V Antenne
1.4
Inverted L:
Es gibt eine handvoll glücklicher Funkamateure, die besitzen tatsächlich
eine Full-Size Vertikal für 160m. Ein Tower von 40m Höhe dürfte jedoch
den Kirchturm in einigen Ortschaften weit überragen und für die meisten
unter uns ein Traum bleiben.
Wie jedoch unter (Punkt 1.3)
beschrieben, erfolgt die Abstrahlung einer Antenne immer dort, wo auch
der Strom fließt. Bei einer Vertikal ist das der untere Teil, also
direkt am Einspeisepunkt. Im oberen Teil der Antenne wird der Strom
geringer. Dadurch ist dieser Teil der Antenne nicht mehr so stark an der
Abstrahlung beteiligt.
Fertigt man den oberen Teil einer Vertikal aus einem Draht und spannt
diesen quer ab zur Seite, so wird das die guten Strahlungseigenschaften
der Vertikal nicht wesentlich verschlechtern. Wir bezeichnen diese
Antennenform als Inverted L.
Die Antenne
hat eine überwiegend flache Abstrahlung. Bedingt durch den horizontal
abgeknickten oberen Teil erhält sie nun aber auch einen geringen Anteil
an steiler Abstrahlung.
Natürlich kann man dies nicht beliebig fortsetzen, denn nach wie vor
gilt: Je höher der vertikale Teil einer Antenne ist, desto besser sind
auch ihre DX-Eigenschaften! Man sollte also immer bestrebt sein, den
vertikalen Teil der Antenne so hoch wie nur irgend möglich auszulegen.
Sind hohe Bäume auf dem Grundstück vorhanden, so lassen sich diese
vorzüglich zum Antennenbau verwenden. Aber auch mit einfachen
Kombinationen aus Fiberglas und Angelruten lassen sich schon beachtliche
Höhen erreichen und sehr gute 160m DX-Antenne verwirklichen!

Bild 3: Inverted L Antenne
Da
es sich bei einer Inverted-L, wie auch bei jedem anderen
Viertelwellen-Strahler um einen „halben Dipol“ handelt, benötigt sie ein
Gegengewicht in Form von Radials. Je mehr desto besser! Sie können
wahlweise auf dem Erdboden liegen oder auch darin vergraben sein
(Längenangaben siehe Tabelle 1 Strahlerlängen).
Ein
Minimum von drei oder vier Radials sollte jedoch nach Möglichkeit nicht
unterschritten werden, da sonst die Erdverluste der Antenne zu hoch
werden. Ein Erdungsstab kann bei guten Erdverhältnissen eine
zusätzliche Verbesserung des Radialsystems bewirken.
Die
Impedanz dieser Antenne liegt im Speisepunkt bei, bei idealen
Erdverhältnissen, bei ca. 38 Ohm. In der Realität wird sie durch
Erdverluste etwas höher liegen und damit eine direkte Speisung mit 50
Ohm Koaxialkabel ermöglichen.
1.5
Verlängerte Vertikal
Vergrößert man die Länge einer Vertikal oder einer Inverted L auf eine
Strahlerlänge von etwa 53m, so erhöht sich dadurch ihre Impedanz im
Speisepunkt auf ziemlich genau 50 Ohm. Dies führt zwar zu einer
optimalen Anpassung und einer Reduzierung der Erdverluste, aufgrund der
Verlängerung ist die Antenne jetzt aber nicht mehr resonant. Sie liegt
nun in Ihrer Resonanzfrequenz viel zu tief und hat auf der gewünschten
Frequenz im 160m Band nun einen induktiven Blindanteil.
Eine
perfekte Kompensation dieses induktiven Blindanteils erreicht man durch
einen im Speisepunkt zwischengeschalteten 500 pF Drehkondensator. Es
genügt dabei schon ein herkömmlicher Rundfunk-Drehkondensator, der keine
besondere Spannungsfestigkeit haben muss. Er sorgt dafür, dass die
Antenne nun wieder elektrisch verkürzt und die Resonanz des Systems
sogar exakt auf der gewünschten Frequenz hergestellt wird. Vorteile: Die
höhere Impedanz bleibt erhalten und zusätzlich schiebt man den
stromführenden Teil der Antenne nach oben, also höher weg von eventuell
störenden Objekten in Erdbodennähe.

Bild
4: Abstimmbox mit 500 pF Drehkondensator
1.6
Sloper-Antennen:
Der Name
„Sloper“ beschreibt, wie auch die vorangegangenen Namen, die Art der
Aufhängung. Sloper kommt aus dem Englischen und bedeutet „Hänger“.
Ganz
besonders auf den niederfrequenten Kurzwellenbändern stellt der Sloper
eine sehr effektive und platzsparende DX-Antenne dar, weshalb er auch
bei vielen Stationen mit großem Erfolg eingesetzt wird.
Vorteil: Der stromführende Teil der Antenne ist hoch oben und weit weg
von den störenden Objekten am Boden. Ein Vorteil gegenüber einer auf dem
Boden stehenden Inverted-L, die möglicherweise durch Bäume oder Gebäude
in ihrer Abstrahlung beeinträchtigt wird.
Man
unterscheidet zwischen dem Viertelwellen-Sloper und dem
Halbwellen-Sloper. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass die
Polarisation überwiegend vertikal ist. Beide Antennen benötigen darüber
hinaus nur einen einzigen exponierten Abspannpunkt. Von dort werden sie
schräg abfallend in Richtung zum Erdboden gespannt, wobei das untere
Ende der Antenne, schon allein aus Sicherheitsgründen, ca. 2-3m über
Grund enden sollte.
Bei
Befestigung an einem Mast ergibt sich sogar eine leichte Richtwirkung in
Richtung des gespannten Drahtes, während in rückwärtiger Richtung eine
starke Signal-Dämpfung festzustellen ist. In der Literatur findet man
Gewinn-Angaben in der Größenordnung von ca. 2-3 dB. Es empfiehlt sich
demnach, den Sloper in die jeweils bevorzugte Richtung zu spannen!
1.6.1
Viertelwellen Sloper:
Der
Viertelwellen-Sloper hat mit einer Gesamtlänge von ca. 40m die Größe
eines halben Dipols – ein Schenkel fehlt! Befestigt man ihn an der
Spitze eines Mastes, dann wird der Viertelwellenstrahler, ähnlich wie
eine auf den Kopf stehende Groundplane, resonanzfähig. Mast und
eventuell ein darauf befindlicher Beam stellen sozusagen die „Radials“
dar.
Der
Viertelwellen-Sloper wird hoch oben am Mast, direkt über einen einfachen
Mittelisolator, mit 50 Ohm Koaxialkabel eingespeist. Den „heißen“
Innenleiter der Zuleitung verbindet man dabei mit dem nach unten
abfallenden Strahler, während die Abschirmung direkt mit dem geerdeten
Mast verbunden wird. Es genügt dabei ein einfacher Mittelisolator!
Erfahrungsgemäß ist die Abstimmung eines Viertelwellen-Slopers jedoch
nicht ganz so einfach. Manchmal bedarf es schon einiger Abstimmarbeiten,
bis man ihn auf die richtige Frequenz getrimmt hat und er eine Impedanz
von ca. 50 Ohm aufweist. Das liegt daran, dass die Resonanz der Antenne
stark vom jeweils verwendeten Mast und den drauf befindlichen Antennen
abhängt. Darüber hinaus ist der Abspannwinkel des Strahlers und seiner
Höhe über dem Erdboden entscheidend für die Impedanz der Antenne.
Manche
dieser Sloper laufen auf Anhieb, während man bei anderen wiederum schier
verzweifeln kann, bis sie endlich auf Resonanz sind und ein akzeptables
Stehwellenverhältnis aufweisen. Einen solchen Sloper habe ich mit sehr
guten Ergebnissen aus Samoa (5W0XX) und mitten in Kongo Brazzaville
(TN0CW) verwendet. Dort bestand absolut keine Möglichkeit eine andere
Antennenform unterzubringen. Dennoch ist der Viertelwellen-Sloper eher
etwas für eine dauerhafte Installation, wo man ihn einmal abstimmt und
dann vergessen kann!

Bild 5:
Viertelwellen-Sloper am Mast
1.6.2
Halbwellen-Sloper
Spannt man einen Dipol von einem möglichst hohen Punkt schräg abfallend
zum Erdboden, so spricht man von einem klassischen Halbwellen-Sloper. Er
vereinigt so ziemlich alle mechanischen und strahlungstechnischen
Vorteile gegenüber einem klassischen Dipol.

Bild
6: Halbwellen-Sloper
Der
Halbwellen-Sloper stellt mit einer halben Wellenlänge ein in sich
resonantes System dar, wodurch ein mühsames Abstimmen wie beim
Viertelwellen-Sloper entfällt.
Auch
bei dieser Antennenform verzichtet man ganz bewusst auf die Verwendung
eines Balun, da er die positiven Eigenschaften dieser Antenne eher
zunichte machen würde. Die Speisung erfolgt über einen einfachen
Mittelisolator. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass ein Dipol, bei
unsymmetrischer Speisung leicht schielt und sich das Strahlungsdiagramm
in Richtung des „heißen“ Schenkels (der mit dem Innenleiter der
Zuleitung verbunden ist) verzerrt.
Diesen
Effekt kann man sich zu Nutze machen, indem man diesen Teil der Antenne
nach unten führt und damit den vertikalen Abstrahlwinkel der Antenne
zusätzlich absenkt. Umgekehrt hätte man gegenteiligen Effekt und die
Antenne würde steiler abstrahlen.
Entgegen den Aussagen in einigen Antennenbüchern, sollte also der
Innenleiter des Speisekabels direkt auf den nach unten führenden Teil
der Antenne und die Abschirmung auf den nach oben führenden Schenkel
geführt werden.
Ein
weiterer Vorteil dieses Halbwellen Slopers ist die Tatsache, dass man
ihn optimal an die zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse anpassen
kann. Hierzu versieht man das „kalte Ende“ der Antenne mit einer
Umlenkrolle und spannt den überstehenden Teil senkrecht nach unten ab.
Diese
isolierte Umlenkrolle befestigt man am höchsten Abspannpunkt. Damit
lässt sich die Antenne bequem bewegen und optimal in die lokalen
Gegebenheiten einfügen.
Den
strahlenden Teil der Antenne führt man dabei so weit und so schräg wie
möglich in Richtung Erdboden. Den nicht mehr unterzubringenden Rest des
kalten Strahlers führt man senkrecht nach unten, üblicherweise in etwa
e1-2m Abstand zum Gebäude oder Mast, und spannt ihn dort ab.
Diese
Antenne ist absolut unkritisch und innerhalb kürzester Zeit
einsatzbereit.
Diese
Art des Halbwellen-Slopers habe ich bei fast all meinen DX-Peditionen
mit sehr gutem Erfolg verwendet. Sie ist für meine DX-Peditionen die
beste und praktischste Antenne.

Bild 7: Halbwellen-Sloper mit Umlenkrolle
1.7
Strahlerlängen von 160m Antennen:
In der
nachfolgenden Tabelle finden Sie praktisch erprobte Strahlerlängen, mit
der sich eine Antenne sehr gut auf die vorgesehene 160m Frequenz
anfertigen lässt.
Da die Resonanz
der Antenne in den seltensten Fällen auf der Frequenz liegt, für die man
sie berechnet hat, wird eine Feinabstimmung erforderlich sein.
|
MHz |
Lambda/4 |
Lambda/2 |
Inverted V |
Radials |
|
1,8 |
39,58 |
79,17 |
78,83 |
40,67 |
|
1,85 |
38,51 |
77,03 |
76,70 |
39,57 |
|
1,9 |
37,50 |
75,00 |
74,68 |
38,53 |
Tabelle 1: Praktische Antennenlängen
Interessant
ist in diesem Zusammenhang, dass man die Länge eines
Viertelwellenstrahler um 208 cm verändern muss um eine
Resonanzverschiebung von 100 kHz zu erreichen. Bei einem
Halbwellen-Dipol bedarf es bereits einer Längenveränderung von 416 cm
und bei einer Loop ganze 832 cm um eine Frequenzveränderung um 100 kHz
zu erreichen!
1.8
Zusammenfassung
Während vor noch
gar nicht allzu langer Zeit die Meinung vorherrschte, eine 160m
Verbindung zu den Antipoden (gegenüberliegende Seite des Globus) werde
wohl mit den uns Funkamateuren zur Verfügung stehenden Mitteln nie
gelingen, so wurden wir inzwischen eines Besseren belehrt. Auf dem 160m
Band findet weltweiter DX-Verkehr statt und das Band erfreut sich
zunehmender Beliebtheit. Stationen die auf den höheren Bändern schon
„alles“ gearbeitet haben findet man früher oder später auf auch diesem
Band - the last challenge! Dass es auch hier inzwischen Stationen gibt
die schon weit über 300 DXCC Länder bestätigt haben, hätte sich noch vor
zwanzig Jahren niemand träumen lassen.
Rudolf Klos –
DK7PE (AH0G)
Literaturverzeichnis:
John D. Heys, G3BDQ, „Practical Wire Antennas“ RSGB 1989
Alois Krischke, DJ0TR, „Antennenlängen“, Beam 1985
William Orr, W6SAI, “Vertical Antennas” Radio Publications, Inc.
1986
John Devoldere, ON4UN, “Low Band DXing” ARRL 1994
L. A. Moxon, G6XN, “HF Antennas for all locations” RSGB 1993
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